Während dieser ITB stand das Thema Resilienz und Krisenbewältigung im Mittelpunkt, vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs, der nur wenige Tage vor der ITB, am 28. Februar 2026, ausgebrochen war. Ich wurde zu einem Deep Dive Panel zum Thema Krisenkommunikation eingeladen.
In der Diskussion betonte ich, wie wichtig eine koordinierte und abgestimmte Kommunikationsstrategie aller Akteure der Tourismusbranche ist: Reiseziele, Reiseveranstalter, Fluggesellschaften, Hoteliers, Behörden und Regierungsstellen – sie alle müssen an einem Strang ziehen, um erfolgreich zu sein.
Sehen Sie sich hier eine Aufzeichnung der Deep-Dive-Session an:
Dis waren meine Kernaussagen auf dem Panel:
Tourismus ist ein Ökosystem, kein Unternehmen
Fluggesellschaften, Reiseveranstalter, Hotels, Reiseziele, Transportunternehmen, Behörden und digitale Plattformen sind voneinander abhängig. Wenn ein Player ins Straucheln gerät, müssen andere die Auswirkungen auffangen. Ein einziger Ausfall kann eine ganze Branche gefährden.
Die Nachfrage im Tourismus wird von der Wahrnehmung bestimmt
Urlauber kaufen keine Produkte. Sie kaufen Vertrauen. Risiken werden emotional bewertet, nicht anhand von Zahlen. Sobald Zweifel aufkommen, wird eine Verschiebung oder Stornierung zur rationalen Entscheidung.
Vertrauen schwindet schneller, als die operativen Kapazitäten zusammenbrechen
Der Tourismus ist ständig sichtbar. Reisen betreffen Familien, Urlaube und wichtige Lebensereignisse. Wenn Krisen auftreten, ziehen sie unverhältnismäßig viel Aufmerksamkeit von Medien und Politik auf sich, da sie relevant sind. Und Teil des Alltags eines jeden von uns. Bilder verbreiten sich in Lichtgeschwindigkeit.
Tourismus ist von Natur aus global
Vorfälle bleiben selten lokal begrenzt. Informationen überschreiten sofort Grenzen, während Vorschriften, kulturelle Erwartungen und Medienlogik von Markt zu Markt unterschiedlich sind. Ohne Abstimmung kommt es schnell zu einer Fragmentierung.
Im touristischen Umfeld sind kritische Ereignisse nur ein Teil der Herausforderung. Uneinheitliche Aussagen und Versäumnisse in der Krisenkommunikation sind das größere Risiko.
Kurz gesagt: Vertrauen ist das wichtigste Kapital im Tourismus. Sein Schutz ist eine der wichtigsten Aufgaben der Branche. Wie erfolgreich sie damit umgehen, daran werden Unternehmen im Tourismus gemessen.
